Blutverarbeitung

Die Blutverarbeitungsanlage in Plattling hat eine genehmigte


Stundenleistung von 4 Tonnen
Jahreskapazität von 21.600 Tonnen

Verfahrensbeschreibung für die Blutmehlanlage


1. Rohblutförderung

Das Rohblut wird mittels einer Entnahmepumpe dem Tankfahrzeug entnommen und in einen Bluttank mit einem Volumen von 90 cbm gepumpt.
Die dem Bluttank nachgeschaltete Entnahmepumpe fördert das Blut zu einem Zwischenbehälter mit 2 cbm Speicherkapazität.


2. Vorwärmung, Koagulation, Dekantierung

Das Rohblut wird mittels der dem Zwischenbehälter nachgeschalteten Pumpe kontinuierlich in den Vorwärmer gefördert. Dieser arbeitet nach dem Prinzip eines Rohrschlangen-Wärmetauschers im Gegenstromverfahren.
Das Blut wird mittels eines im Kreislauf gefahrenen Heizwassers vorgewärmt. Das Heizwasser wird durch die im Trockner anfallenden Brüden auf eine ausreichende Temperatur vorgewärmt.
Der Koagulator ist mit allen Armaturen für Dampfeinspritzung ausgerüstet. Unter Direktdampfeinspritzung und Rührung des Blutes mittels der im Zylinder befindlichen Schnecke wird das Blut zur Gerinnung gebracht und anschließend als dekantierfähiges Produkt dem Dekanter zugeführt. Der Dekanter trennt das auf ca. 95 ° C erwärmte Blut in zwei Phasen.
Die erste Phase (eingedicktes Blut) wird über die Förderschnecke dem Trockner zugeführt.
Die andere Phase wird zur Kühlung mittels der Pumpe über einen Behälter zum Schaumbrecher dem luftgekühlten Kondensator zugeführt.


3. Trocknung und Brüdenkondensation

Der Bluttrockner ist als Kontakttrockner nach dem Prinzip der indirekten Trocknung konstruiert. Er besteht aus einem feststehenden Gehäuse mit rotierender Welle. Auf der Welle sitzen hohle Rundscheiben, die aus je zwei tellerförmigen Platten an der Hohlwelle zusammengeschweißt sind und so ein druckbeständiges Element bilden. Durch die Rundschreiben wird Satt-Dampf mit einer Temperatur von ca. 165 ° C und entsprechend einem Druck von 7 bar geleitet.
Der Trockner trocknet auf mind. 94 % Trockensubstanz. Das getrocknete Blutagglomerat wird mittels einer Austragsschnecke unter dem Trockner kontinuierlich und regelbar ausgetragen.
Zu einer erhöhten Energieeffizienz führt die Ausnutzung der Brüden zur Vorwärmung des Rohblutes (siehe Punkt 2).


4. Mehlbehandlung

Das vom Trockner ausgetragene Blutagglomerat gelangt über eine Zuführschnecke in die Mühle.
Das in der Mühle gemahlene Blutmehl wird von dieser ausgeschleudert und gelangt über den Pleumatik-Abscheider und die Zählradaustragsschleuse in das Mehlsilo.


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