Verfahrensbeschreibung für die Verarbeitungsanalge in Plattling
1. Rohware
Im Bereich der Anlieferung wird die gesammelte Rohware von betriebseigenen LKWs in die Rohwarenmulde gekippt und mit schnecken gefördert.
Zwei seriell geschaltete Brecher (Grob- und Feinbrecher) zerkleinern die Rohware auf eine Korngröße von maximal 50 mm. Die Dickstoffpumpe fördert die zerkleinerte Rohware in die Sterilisation.
2. Sterilisation
Die Sterilisation ist der Kernprozeß jeder Tierkörperbeseitigung. In indirekt dampfbeheizten Rohrleitungssystem wird die zerkleinerte Rohware kontinuierlich sterilisiert (mindestens 133 ° C, 3 bar absolut Druck, 20 Minuten Verweihlzeit). Der Druckhalter entspannt den sterilisierten Fleischbrei in einen Zwischenbehälter (Fleischbreibehälter).
3. Trockner
Aus dem Fleischbreibehälter werden die Trockner kontinuierlich beschickt. Das vorhandene Wasser im Fleischbrei wird bis auf einen Restwassergehalt von 6 % verdampft. Die anfallenden Brüden werden in Luftkondensatoren zu Abwasser kondensiert. Der getrocknete Fleischbrei wird ab diesem Zeitpunkt Halbprodukt genannt.
4. Pressen
Das Halbprodukt wird über ein Sieb vorentfettet und anschließend mechanisch durch Schneckenpressen getrennt. Unsere Endprodukte verschmutztes Tierfett und Schilfer (Vorstufe von Tiermehl) entstehen.
5. Dekanter
Das verschmutzte Tierfett wird mit Hilfe einer Zentrifuge (Dekanter) gereinigt und in die Verladetanks gepumpt.
6. Mahlanlage
Das Schilfer wird durch eine Sieb- und Mahlanlage zerkleinert und über ein geschlossenes Fördersystem in die Silos zur Lagerung des Tiermehls befördert.
7. Fettlagertanks
Acht Fettlagertanks mit einer Kapazität von 21 Tonnen je Tank.
8. Fettaufbereitung
Das für den Eigenbedarf zur thermischen Verwertung benötigte Tierfett wurde durch ein speziell entwickeltes Absetzverfahren nochmal aufbereitet um die Schwellenwerte des LfU einzuhalten.